Spam verbreitet sich wie ein Lauffeuer

Über 5 Jahre hinweg hatte man nunmehr zumindest wieder einigermaßen Ruhe in seinem Mail-Postfach. Doch nun wird Deutschland mal wieder von einer Spam-Welle heimgesucht, die völlig ohne Ankündigung auftrat – fast schon wie ein Tsunami.

Spam-Mails sind nicht erst seit gestern ein Problem in der digitalen Welt. In den letzten Jahren hielten sich die Spammer allerdings ungewöhnlich stark zurück, anscheinend nur um ihren nächsten Coup zu planen, denn jetzt kommt es knüppeldick: Deutschland wird von einer Spam-Welle heimgesucht. Haben die Spam-Experten von renommierten deutschen Mail-Anbietern, wie GMX oder Web.de im Jahr 2014 noch ca. 50 Millionen Spam-Mails dokumentiert, hat sich ihre Zahl im folgenden Jahr auf 100 Millionen verdoppelt! Dabei stieg auch die Anzahl der Mails stark an, die mit Schadsoftware infizierte Links enthalten, was besonders beunruhigend ist.

Ein weiteres Problem: Die Spammer werden immer intelligenter und können sich zusehends besser organisieren. Hackergruppen besorgen demnach gezielt aktive E-Mail-Adressen, indem sie Datenbanken von Dating-Portalen oder Online-Shops ausrauben. Anschließend wird die Beute im Darknet zu erschreckend niedrigen Preisen verkauft. 1000 E-Mail-Adressen bekommt man dort im Paket schon für unter einem US-Dollar! Da die Kriminellen für den Spam-Versand gehijackte PCs in Bot-Netzwerken verwenden, wird die Arbeit der IT-Sicherheitsexperten merklich erschwert, denn man kann nicht einfach eine IP-Adresse sperren und der Spuk ist beendet.

Besonders gefährdet durch die Spam-Flut sind Unternehmen. Denn viele Arbeitnehmer, die für ihre Arbeit einen PC benutzen, sind oft nicht oder zu wenig informiert, was den Umgang mit Spam betrifft. Für Unternehmen empfiehlt es sich daher voll-gemanagete Spamfilter einzusetzen, da diese nicht nur exzellente Erkennungsraten bieten können, sondern auch komplett ohne Verwaltungs- und Administrationsaufwand auskommen.

Mit den richtigen Methoden ist es also durchaus möglich dem Spam-Albtraum ein Ende zu setzen – man muss eben nur wissen wie.